Man hört Sandra Zimmer* an, dass die Euphorie geschwunden ist. Sie ist stellvertretende Vorsitzerin und “Spenderin” des neuen Tierheimfahrzeugs. Doppeltes Opfer der Brunner Mobil Gruppe sozusagen. Über 2.000 € hat die Tierärztin gespendet. Weitere 48 Unternehmen am Ort haben ebenfalls in gleicher Höhe dazu bezahlt. Ob sie mal das alles zusammengerechnet hat, frag ich sie. Sie wird still und zögert. Fast 100.000 € müssen zusammengekommen sein, bei der von der Böblinger Firma eingefädelten Aktion. Ob sie denn wisse, wie hoch der Anschaffungspreis des Autos sei. Sie zögert erneut. Keine 20.000 fragt sie verunsichert. Und sie hat recht. (more…)
Das Wort “Spende” scheuen die Brunners, wie der Teufel das Weihwasser. Extra Schulungen müssen die Mitarbeiter durchlaufen, damit ihnen das Wort “Spende” niemals über die Lippen kommt. Warum? Weil hinter dem Wort Spenden das Gesetz und die Staatsanwaltschaft lauert.
Veruntreuung von Spendengeldern ist ein schwerwiegendes Delikt. Nicht jedoch für Franz Xavier Brunner und seine Söhne, denn Vater Brunner hat vor vielen Jahren einen Trick erfunden, wie er das Gesetz umschiffen kann und mit Spenden Millionen in die eigene Tasche scheffelt. Und das geht so: (more…)
Das Xavier Brunner und seine Söhne das gute Herz der kleinen Unternehmer eiskalt ausnutzen, ist seit Jahren bekannt. Mit über 500 Außendienstmitarbeitern, sammeln die Böblinger Schlitzohren Millionen an Spenden für lebenswichtige Rettungsgeräte von regionalen Firmen und behalten sich den Löweneinteil einfach ein.
Veruntreuung von Spendengeldern? Nein, denn die Spender erfahren erst hinterher, dass es sich nicht um eine “Spende” im rechtlichen Sinne handelt, sondern um einen schnöden und völlig überteuerten Werbevertrag und Abofalle. So kommen mal 40.000 Euro für einen Herzstillstand-Defilibrator zusammen der gerade mal 1.200 Euro kostet. Oder 75.000 Euro für einen dringend notwendigen Kleinbus, dessen Anschaffungskosten gerade mal 19.000 betragen.
Doch die cleveren Schwaben sind weit umtriebiger als das. (more…)
Tomas Franco und sein Partner machen’s richtig. Knapp am Rande des Legalen, so dass auch die Staatsanwaltschaft nicht wirklich etwas tun kann. Was ist passiert?
Franco und seine Connects 2 Content GmbH aus Düsseldorf boten unter fabriken.de einen kostenlosen Zugang zu einer Adressliste für angeblich günstige Fabrikkäufe an. Nachdem genug Gutgläubige sich registriert hatten, teilten die Herren unauffällig per Newsletter mit, dass sich die AGB’s geändert hätten. Nun schnappte die Abofalle zu und die arglosen Benutzer wurden mit 84,- € Jahresgebühr zu Kasse gebeten. (more…)
Es ist schon eine Weil her, das die Märkische Allgemeine über die Machenschaften der Brunner Mobil Gruppe berichtet hat.
Geändert hat sich seit damals nichts. Im Gegenteil – Franz Xavier Brunner und seine Sähne können weiterhin gut grinsen, denn sie scheffeln sich jedes Jahr mehr Millionen mit der Gutmütigkeit anderer Leute in die Tasche.
Zur Erinnerung, das mit den Millionen geht so:
Man suche sich eine naive öffentliche Einrichtung. Zum Beispiel ein öffentliches Schwimmbad, eine Schule oder einen örtlichen Sportverein, dem man verspricht etwas Wichtiges kostenlos zu besorgen: Einen Kleinbus, einen Defilibrator um Herzstillstand vor Ort bekämpfen zu können und der Gleichen mehr.
Man will Menschenleben retten, sagen die Brunner Mitarbeiter.
Anschließend grasen Brunners sage und schreibe 500 Aussendienstmitarbeiter die mittelständischen Unternehmen der Region ab. “Helfen Sie Menschenleben zu retten. Helfen Sie diesen Defilbrator zu finanzieren.” bekommen die Opfer von Brunner Mobil zu hören. Wer könnte da schon nein sagen? (more…)
In einer nicht mehr ganz neuen Meldung des AntiSpam e.V. lesen wir
Laut einer Mitteilung des Rechtsanwalts Peter Knöppel aus Halle hat sich der Betreiber der Webseite “outlets.de”, die “IContent GmbH”, eine einstweilige Verfügung wegen der rechtswidrigen Androhung eines Schufa-Eintrags eingefangen.
was eine wirklich gute Nachricht ist, den in Deutschland ist nach wie vor die Drohung mit dem “Schuf-Eintrag” eine Allzweckwaffe, die bei einem Großteil der Empfänger Angst auslöst.
Update:
Nicht wirklich verwunderlich aber doch erwähnenswert: Natürlich muss die IContent GmbH auch die Kosten des Verfahrens tragen. Worauf konsumer.info neulich hingewiesen hat und auch gleich den vollen Wortlaut des Urteils zum Download zur Verfügung stellt.


